Zukunft war gestern

Klangliche Utopien der Moderne und ihr Echo bis heute (Deutschlandfunk, 2012)

Im Mai 2011 spielte das Asasello-Quartett im Deutschlandfunk für eine Vinylveröffentlichung Anton Weberns Sechs Bagatellen für Streichquartett ein. Vielen gilt die extrem verdichtete, nur knapp vier Minuten lange Komposition aus dem Jahr 1913 als Geburtsstunde der Neuen Musik. Unter welchen Bedingungen entstand das Stück und wie ging man zu dieser Zeit anderswo mit bis dato gültigen tonalen Vorstellungen um? In Italien emanzipierte Luigi Russolo das 'Geräusch', für russische Futuristen ging das Entwickeln klanglicher Utopien einher mit der Forderung nach gesellschaftlicher Veränderung. Bis in die heutige Geräuschmusik taucht die für viele zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Werke charakteristische atmosphärische Abstraktheit immer wieder auf.




Gesprächspartner

Prof. Dr. Helga de la Motte, Musikwissenschaftlerin

Valeri Scherstjanoi, Lautdichter und Futurismusexperte

Asmus Tietchens, Geräuschmusiker


Autor:

Paul Paulun

Sprecher:

Bernhard Schütz, Birgit Dölling

Ton und Technik:

Paul Paulun

Redaktion:

Frank Kämpfer / Atelier Neue Musik

Musik:

Franz Liszt - Unstern!

Franz von Suppé - Dichter und Bauer

Anton Webern - Sechs Bagatellen für Streichquartett

Luigi Russolo - Graciatore

Ak
e Hodell - Structures III

Alexej Kruchenykh - Dyr bul schyl

Mikhail Matuishin, Alexej Kruchenykh & Kasimir Malevich- Victory over the Sun

Arseny Avraamov - Symphony of Sirens


Ernst Busch - Solidaritätslied

Konstantin Melnikov - Sonata of Sleep

Olivier Messiaen - Oraison

Pierre Henry, Pierre Schaeffer - Symphonie pour un Homme seul

Karlheinz Stockhausen - Gesang der Jünglinge

Asmus Tietchens - Strenge Klänge

Throbbing Gristle - Hamburger Lady

Paul Paulun - Einmal komplett!


Bild:

IPPNW-concerts

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