Black Lung - Silent Weapons for quiet Wars

Re-Release des Black Lung Debuts von 1994, der als Picturedisc mit großer Ameise auf der einen Seite erscheint. Was das doch für ein schönes Ambientjahr war! Heute klingt das nicht mehr ganz neu, aber immer noch ausgelassen. Wie rezipiert man nun ein Werk, das durch die Sounds einer Spieluhr und eines Fernsehpredigers, von afrikanischen Stammesgesängen und dadaistischen Lautgedichten bis zu Telefonklingeln oder Katzenmiauen und deren Verknüpfung mit mehr oder weniger billigen Synthiemelodien geprägt ist? Angesichts der guten Prise Humor, die bei den meisten Tracks mitschwingt, selbstverständlich mit einer großen Portion Wohlwollen. Auch wenn es en detail die ein oder andere esoterische Anwandlung oder langatmige Passage zu monieren gäbe, lässt sich darüber angesichts der Vielfalt der Tracks nonchalant hinwegsehen und jede Menge Spaß haben. Anachronistisch ist dieser Release jedenfalls nicht. (../98)


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