Javier Hernando - Luz Nacarina

Lange Zeit hat man sich gedulden und mit einer hervorragenden Kassette vorlieb nehmen müssen, die die Grenzen des Dunstkreises um den Musiker aus Barcelona vielleicht nie verlassen hat. Mit 'Luz Nacarina' ist nun endlich eine CD erschienen, die der Filigranität der Stücke Rechnung trägt und einen adäquaten Zugriff auf einzelne Tracks gewährt. Die Musik ergeht sich durchweg in Andeutungen und ist auf eine angenehm verquaste Art verspielt und fließend. Sie verfügt über die Eindringlichkeit von Industrial, ist von szenischer Natur und einer nicht zur Schau gestellten Heiterkeit, die einen nachdenklich stimmen kann. Vielleicht sieht so das musikalische Pendant zur surrealistischen Malerei aus, mit Sicherheit handelt es sich um sehr charaktervolle Tracks, deren Verfallsdatum in weiter Ferne steht. (11/99)

Javier Hernando - Hydro Parhelia

Beginnt mit einem Track, der durch seine luftige Behäbigkeit an nächtens im TV zu verfolgende Perspektiven aus Helikoptern und anderen Flugapparaten erinnert. Musik von einer vernebelten Privatheit, die auch schon für Hernandos letzten Release kennzeichnend war. Sehr eigen und dabei doch so vertraut und naheliegend, als wären die Klänge bloß freigelegt worden und man hätte sie schon immer gekannt. In sich ruhende Musik, die nicht anders kann, als ihren vermeintlich kleinen Kosmos minutiös zu erkunden. Manchmal nähert sich dieses Unterfangen statischen Gebilden an, deren Lebenskraft fast zum Erliegen gekommen scheint, unter der Oberfläche pulst es jedoch subtil weiter und vollzieht eine Gratwanderung zwischen Banalität und Selbsterkenntnis. (07/03)


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