Ilsa Gold - Regretten? Rien!

Puh - welch gnadenlose Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit... Hemmungsloses 303-Gewichse für Leute, die einmal genug von Gitarren hatten und eine elektronische Zukunft für sich und die Welt proklamierten. Köstlich! Klar haben Ilsa Gold auch damals schon genervt, waren in Szenekreisen aber stets wohlgelitten. Das lag nicht zuletzt an ihrem spielerischen Umgang mit den Codes einer Bewegung, die zu diesem Zeitpunkt anfing, sich auszuverkaufen. Einige taten das ganz unverblümt, andere machten im Windschatten davon auch weiterhin ihr Ding. Ilsa Gold schafften einen eleganten Spagat zwischen beiden Lagern und hatten obendrein noch jede Menge Vergnügen an dem Unfug, den sie verzapften. Obwohl die Musik eigentlich nicht auszuhalten ist, machen ihre Derbheit und das hohe Tempo immer noch Spaß - wie oft, ist eine andere Frage. Die beiden CDs dieses Releases kommen in einem strahlend güldenen DVD-Case und werden von einem Booklet begleitet, in dem die Vergangenheit mittels schön bekleckerter Bilder aus frühen Frontapage-Zeiten voller Zipfelmützen- und Ecstasyscherze noch einmal lebendig wird. Wie sich ein solches Konstrukt wohl anfühlt, wenn man ihm zum ersten Mal begegnet? Wer damals dabei war, hat auf jeden Fall nichts zu bereuen. (01/04)

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