Jackie-O Motherfucker - The Magick Fire Music/Wow!

Wer genau nun die Musiker der Stücke auf den beiden CDs sind, ist nicht ganz klar, was vermutlich an der schnöden Promo-Packung ohne Infos liegt. Etwa 20 kämen dafür mittlerweile in Frage, denn auf so viele ist die Zahl der im Kollektiv operierenden Band Jackie-O Motherfucker gestiegen, seit Tom Greenwood und Nester Bucket das Projekt 1994 gründeten. Klingt sehr dynamisch, schlägt sich in der Musik jedoch nicht unbedingt nieder. Die ist größtenteils gut abgehangen, nimmt gerne mal eine Melodie als Aufhänger, von der ausgehend sich gitarrengeprägte Konstrukte dann weiter entwickeln. Musik wie von alten Säcken, die keinen Finger mehr zu viel krumm machen, einem Glas exzellenten Whiskys nebst Havanna nicht abgeneigt sind, und die hier eben lässig vor sich hinjammen. Vornehmlich in Gefilden jenseits der zehn Minuten. Mal geht's dabei kuschlig weich wie in einem Bett zu, dann voll relaxter Coolness wie unter einem schattigen Baum in einem Italo-Western von Sergio Leone und manchmal auch etwas dröge. Soll in bestimmten Kreisen ja sehr angesagt sein so etwas. Die beiden CDs waren übrigens 2001 mal als Vinyl-only-Releases gedacht und sind damals auf Ecstatic Peace und Fisheye erschienen. (10/03)

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