Labor CD - Labor Sonor/ KuLe/Berlin

Was geht eigentlich sonst so in der Stadt? Das in der KuLe stattfindende Labor Sonor gehört zu den Orten, die schon lange existieren, ohne dass ich mich je sonderlich zu ihnen hingezogen gefühlt hätte. Stupid me oder eine schlechte Presseabteilung? Sicher beides, wobei letzteres nicht die verkehrteste Politik in einer Hypegegend wie der Auguststraße ist. Dass ich und wohl auch einige andere da manches verpasst haben, davon kündet diese CD mit improvisierter Musik, an die es sich zu Hause rumlümmelnd oftmals leichter annähern lässt als in einer Konzertsituation. Das weite Spektrum, das dort innerhalb eines Abends abgedeckt wird, ist sicher eine der Stärken der montäglichen Reihe. So kann es an einem Abend zunächst getragen, dann humorvoll, schließlich herzergreifend und schlussendlich doch noch akademisch verquast zugehen. Gerne auch andersrum oder mit leicht jazzigen Anleihen zwischendrin. Ebenfalls sympathisch ist der der Veranstaltungsreihe zugrunde liegende kollektive Gedanke, der Booking, Barbetrieb und Aufräumarbeiten Hand in Hand geschehen lässt. Den 12 Audiotracks sind 10 QuickTime-Clips zur Seite gestellt, die weiteres über den Ort enthüllen - so auch, dass das Publikum dort mitunter ganz schön was auszuhalten hat, wie sich zumindest einmal deutlich an den Mienen der Versammelten ablesen lässt. Wen solche Musik interessiert, kann sich unter www.echtzeitmusik.de in den Verteiler eintragen. (12/03)


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