Nature is perverse

Was ist das beste, das man in Schweden zur dunklen Jahreszeit machen kann? Musik hören natürlich. So wie während des dreitägigen 'Nature is perverse'-Festivals in Stockholm Ende November 1998, das hier auf zwei CDs dokumentiert wird. Die Beteiligten entstammen in erster Linie dem Geräuschmusik- und Noise-Umfeld, und was sie hier zusammentragen, genügt zumindest guten Standardansprüchen. Voice Crack ergehen sich in diffusem Tuckern mit gelegentlichen Feedbacks, die Klangwelten von Karkowski und Dror Feiler entpuppen sich als mächtig und erdrückend schwer, und die von Goem als geheimnisvoll und bassig. Elggren/Liljenberg, Tetsuo Furudate und Freundschaft agieren dagegen eher theatralisch und performancelastig. In großer Form präsentieren sich Farmers Manual, deren Track gewohnt unberechenbar und von gutem Humor geprägt ist. Insgesamt allerdings ein eher unaufdringlicher Release. (06/00)

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