Jim O'Rourke - I'm happy, and I'm singing, and a 1,2,3,4

Der Titel legt eine Fährte, die hernach durch drei unterschiedliche Tracks äußerst eigenwillig verfolgt wird. Die repetetiven Schleifen des ersten Stücks lassen einen aufgrund ihrer Orgelhaftigkeit nicht nur subito an Steve Reich oder Terry Riley denken, sondern vermögen wahrlich Glücksgefühle auszulösen. Nach sanfter Landung und fröhlich-kontrolliertem Intro kommt die problematische Phase des Gesangs, den O'Rourke zwar ohne Vocals inszeniert, dafür allerdings auf expressiv quengelnden 70er Jahre Space-Rock zurückgreift - und das ist nur schwer auszuhalten. Dass es bei 1,2,3,4 nicht bleibt, sondern anschließend wieder von vorne beginnt, ist eine Binsenweisheit. In diesem Sinne lassen sich die 20 Minuten des letzten Stücks verstehen, das zunächst so tut, als würden sich große Dinge anbahnen, dann aber immer tiefer in sein eigenes Wesen eintaucht, sich selbst beobachtet und schließlich sogar ganz gelassen seiner eigenen Auflösung beiwohnt. Elegant, vielseitig, persönlich und welche Übersetzung von 'handsome' einem auch immer lieb ist. (02/02)

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