So

So ist das Projekt von Markus Popp und der Japanerin Eriko Toyada, von der ich bis dato noch nichts gehört habe. Sie schafft es, die von Popp in letzter Zeit verfolgten schmirgeligen Noisevorlieben wieder in Bereiche zu lenken, in denen man sich etwas wohler fühlen kann. Artikulieren sich da die Polaritäten Abendland/Morgenland und männlich/weiblich? Auch wenn es klischeehaft klingt, sind das Parameter, die mir beim Hören der Musik immer wieder in den Kopf kommen. Nicht zuletzt, weil Toyadas Gesang mancherlei Vorstellung bezüglich japanischer Mädchenkinderzimmer bedient. Aber es gibt auch instrumentale Stücke, die diese Wahrnehmung relativieren. Sie verfolgen eine andere Art der Versponnenheit und bringen sogar Momente des Quälerischen ins Spiel. Eine Zusammenarbeit, die sowohl für Toyada wie für Popp den Schritt in eine neue Richtung bedeuten dürfte und sich mit 'almost handsome' labeln lässt. (03/03)

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Compilations