Suffer/Enjoy

Klingt fast so, als wäre die Idee zu dieser CD bei einem Besuch im Masteringstudio entstanden. Die angefragten Musiker sahen sich vor die Aufgabe gestellt, innerhalb eines frei wählbaren, jedoch äußerst kleinen Frequenzbandes von 200 Hertz zu operieren. Rein rechnerisch entspricht das 1% auf der zur Verfügung stehenden Skala. Da liegt es auf der Hand, dass vieles irgendwie verkrüppelt klingt. Trotz dieses Handicaps zeigen sich manche Tracks erstaunlich charakterstark: die von Ilios aufgespürte Kauzigkeit zwischen 490 und 690 Hertz, Cotis zwischen 110 und 310 Hertz zur Schau gestellte Genügsamkeit oder Karkowskis mitteilsame Art, die auf Frequenzen zwischen 11 und 211 Hertz beruht und die sich sogar ohne Subwoofer vermittelt. Wie der Titel schon nahelegt, gilt es allerdings auch gegenteiliges durchzustehen, das sich entlang der Parameter Langeweile und Schmerz bewegt. (12/02)

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